Praktischer Teller:

Wir nennen es Drehgleis, denn typische Merkmale wie die Grube fehlen. Dennoch kann man damit eine Lok drehen. Sogar als Teppichbahner.

Beneidenswert, wer eine hallenähnliche Fläche für seine Spur 0 Anlage zur Verfügung hat, der „normale“ Nuller muss sich in der Regel mit weniger Fläche begnügen. So dürfte nicht selten ein End- oder auch Kopfbahnhof die Wahl sein. Hier wäre eine Drehscheibe willkommen, auf der vor allem diejenigen Loks gedreht werden können, sie rückwärts nur langsam oder gar nicht fahren würden. Eine Drehscheibe erfordert aber wegen der Grube und der Bühne eine gewisse Einbautiefe, was wiederum für die unter den „Nullern“ sicher häufig anzutreffenden Teppichbahner recht ungünstig ist. Wer möchte für die Drehscheibe schon ein Loch in den Fußboden ...

Aus diesem Dilemma heraus entstand die Idee des Drehgleises. Die ganze Konstruktion ist exakt genau so hoch wie ein Gleis aus dem Gleissortiment von Lenz Spur 0. Das Drehgleis benötigt also keine Vertiefung und kann deshalb auch von Teppichbahnern eingesetzt werden. Winkel der Abgänge beträgt wie bei der einfachen Weiche 11,25°; Anzahl der Abgänge 32 (davon wird einer für den elektrischen Antrieb benötigt). Die Länge der Bühne im Drehgleis beträgt 500 mm, eine BR50 wird also darauf Platz finden...

Konstruktion Drehgleis, Winkel der Abgänge 11,25°, Art. Nr. 45060