V 20 - das Vorbild

27 (lt. Obermayer, andere Quellen reden von 23) Exemplare der ehemaligen Wehrmachtsloks mit der Bezeichnung WR 200 reihte die Deutsche Bundesbahn als V 20 ein. Die Loks wurden bei der Instandsetzung mit 200 PS starken KHD- oder MaK-Motoren ausgerüstet und übernahmen Aufgaben im leichten Rangierdienst. Der Antrieb auf beide Achsen erfolgte über eine Blindwelle und Kuppelstangen. Ende der 60er Jahre wurde den noch vorhandenen V 20 die Baureihenbezeichnung 270 zugeordnet, die letzten Loks versahen noch bis Ende der 70er Jahre ihren Dienst.

V 20 - das Modell

Der Betrieb ist sowohl auf konventionellen (analogen) wie auch auf digital nach dem NMRA DCC-Format gesteuerten Anlagen möglich. Im analogen Betrieb fährt die Lok erst ab einer Spannung am Gleis von ca. 5V an. Die Beleuchtung ist aber schon vorher in Betrieb, so dass es möglich ist, die Lokomotive mit eingeschalteter Beleuchtung auf der Anlage stehen zu lassen. Highlights in beiden Betriebsarten:

  • Maxon Motor
  • Stromabnahme an allen Rädern
  • Antrieb auf beide Achsen
  • hintere Achse pendelnd gelagert
  • Federpuffer
  • Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel
  • Rangierlicht
  • fernbedienbare Kupplung im Digital- und Analogbetrieb!
  • Decoder mit USP und effektivem Energiespeicher eingebaut, das bedeutet:
  • unterbrechungsfreier Fahrbetrieb
  • im Digitalbetrieb: RailCom
  • im Digitalbetrieb: ABC

in KonstruktionDiesellokomotive V 20 022 DB, Epoche 3, LüP 92 mm: Art. Nr. 30120-01
in KonstruktionDiesellokomotive V 20 021 DB, Epoche 3, LüP 92 mm: Art. Nr. 30120-02
in KonstruktionDiesellokomotive V 20 DR, Epoche 3, LüP 92 mm: Art. Nr. 30121-01

Die fernbedienbare Kupplung

Die fernbedienbare Kupplung ist für die Verwendung der NEM-Bügelkupplung konstruiert.

Im analogen Betrieb

wird die Kupplung über einen einfachen Schaltungstrick aktiviert: Der Taster (liegt der Lok bei) schaltet von der Fahrspannung (Gleichspannung) auf Wechselspannung um. Hierauf reagiert die Elektronik in der Lok und aktiviert die Kupplung.

Der Entkupplungsvorgang läuft wie folgt ab: Der Drehknopf des Fahrpults wird aufgedreht, bis die Lampen leuchten. Wählen Sie dabei die Richtung vom Wagen weg. Die Lok darf dabei noch nicht fahren. Wenn Sie nun den Taster betätigten, wird für die Dauer der Betätigung Wechselspannung in das Gleis eingespeist. Der Kupplungshaken senkt sich, die Lok fährt mit minimaler Geschwindigkeit ca. 5 mm von der Kupplung weg.

Im digitalen Betrieb:

Abkuppeln: Der Zug wird bis zu der Stelle gefahren, an der abgekuppelt werden soll. Nun wird die Fahrtrichtung der Lok so eingestellt, dass sie vom Zug wegfahren kann. Mit F1 wird der Entkupplungsvorgang ausgelöst: Der Haken senkt sich, die Lok kriecht ca. 5 mm von der Kupplung weg.

Ankuppeln: Die Lok wird direkt an den Wagen, der angekuppelt werden soll, herangefahren. Mit F2 wird der Ankuppelvorgang ausgelöst: Der Kupplungshaken senkt sich. Die Lok kriecht nun ca. 5 mm in Richtung Wagen, dabei schiebt sich der abgesenkte Haken unter den Kupplungsbügel des Wagens. Danach hebt sich der Kupplungshaken wieder. Auf diese Weise kann ein Wagen angekuppelt werden, ohne dass er sich von der Stelle bewegt.

Im Digitalbetrieb sind vier Funktionen nutzbar:

  • F0 schaltet die richtungsabhängige Beleuchtung ein und aus
  • F1 Entkuppeln
  • F2 Ankuppeln
  • F3 Rangierbeleuchtung (die Lampen vorne und hinten sind gleichzeitig eingeschaltet)

Mit diesen Modellen lässt sich endlich wirklich vorbildgerecht rangieren und verschieben!

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